Hallo liebe Leute,
unser Plan, erstmal nur in Österreich zu verweilen, ist nur zur Hälfte aufgegangen.
Nachdem wir am 29. Mai gut in Landeck / Tirol angekommen sind und die erste Nacht in Österreich auf einem Campingplatz verbracht haben, fiel der Entschluss auf einen Besuch in Innsbruck bei Flakis Bruder David. Der Tag war sonnig und warm, und nach der Besichtigung von Davids WG sind wir bald zu einer gemeinsamen kurzen Tour durch Innsbruck sowie zu einer Wanderung in die Sillschlucht nahe der Sprungschanze aufgebrochen. Eine Weile Aufenthalt, ein kurzer Sprung ins sehr kalte Wasser der Sill und schon hat uns der Hunger wieder auf den Rückweg getrieben.

Wir hatten nicht vor, über Nacht in Innsbruck zu bleiben, also haben wir – während wir zurück in der WG ein leckeres Curry gekocht haben – überlegt, wo wir unsere Nacht verbringen würden. Der einzige Anhaltspunkt war, dass wir den nächsten längeren Aufenthalt in Leoben / Steiermark bei Benji und Raffaela (Andrea’s Bruder und seine Freundin) geplant hatten, jedoch nicht sofort. Ein wenig Recherche, der Blick auf Google Maps und ein Telefonat gaben uns dann relativ schnell das unerwartete nächste Reiseziel: Brixen in Südtirol!

Eine Schulfreundin von uns macht dort nämlich momentan ihr praktisches Auslandssemster und arbeitet in einem dortigen Architekturbüro. Wir haben sie abends besucht, sind zusammen sehr lecker in der Innenstadt essen gegangen und durften auf der ausziehbaren Couch in ihrer Wohnung übernachten. Es war ein sehr schöner Abend und wir möchten uns bei Julia für ihre herzliche und äußerst spontane Gastfreundschaft bedanken!
Da Julia am nächsten Tag wieder arbeiten muss, war für uns klar, dass es weitergeht. Der Plan: Weiter in Italien bleiben und mit Zwischenstopp am Gardasee in Venedig vorbeischauen. Der Tipp von David, dass es besonders jetzt in Zeiten von Corona empfehlenswert ist, die Stadt zu sehen und weil Flaki Venedig auch noch nicht gesehen hatte, waren ebenfalls Gründe einen Schlenker nach Italien zu machen. Also haben wir uns auf den Weg gemacht und den sonnigen Nachmittag (mittlerweile Montag, 31. Mai) auf einem leeren Steg in Cisano verbracht. Wir können das Baden im Gardasee wärmstens empfehlen!

Da uns die Übernachtungsmöglichkeiten am Gardasee auf den Campingplätzen zu teuer und auf öffentlichen Parkplätzen der Gegend zu unsicher waren, fiel die Entscheidung auf einen günstigen Wohnmobilparkplatz kurz vor Venedig. Die Nähe zur Stadt und die günstige Übernachtungsmöglichkeit waren uns die 1,5-stündige Fahrt am Abend wert. Außerdem war die Benutzung der Duschen schon im Preis mitinbegriffen, was nicht auf jedem Campingplatz gegeben ist. Schon witzig, wie unser kleiner Wilson etwas ärmlich und klein unter all den großen Wohnmobilen und Caravanern ausgesehen hat – wir fühlen uns mit unserer kleinen Höhle jedoch pudelwohl!
So mussten wir am nächsten Tag – als wir Venedig besichtigen wollten – keinen Parkplatz mehr suchen und brauchten mit dem Bus nur eine Station zum Piazzale Roma fahren. Bis zum Nachmittag wanderten wir durch die Stadt – mal auf volleren Straßen (Auch wenn momentan keine vollen Kreuzfahrtschiffe kommen war schon einiges wegen den Pfingstferien los, aber nichts im Vergleich zu normalen Umständen) und dann wieder in total verlassenen Gassen. Venedig ist einfach überall schön mit seinen Sehenswürdigkeiten, Kanälen, Brücken, Gondeln und bunten Hausfassaden. Wir hatten einen wunderschönen Tag, an dem es jedoch sehr heiß war. Aufgrund eines nationalen Streiks mussten wir leider 1,5 Stunden auf den Bus warten, aber wir haben uns einfach an einen Kanal gesetzt und dem regen Treiben der Boote zugesehen.



Eine weitere Nacht auf dem besagten Wohnmobilparkplatz kurz vor Venedig, und wir machten uns auf den Weg nach Leoben. Einen kurzen Zwischenstopp am Strand von Caorle wollten wir uns nicht nehmen lassen – im Wasser war es zwar sehr angenehm, aber die Überfülle des Strands hat uns zur schnellen Weiterreise verleitet. Bei Benji und Raffaela in Leoben sind wir nun seit Mittwoch Abend und haben das lange und sehr schnell vergangene Wochenende mit dem Nachfeiern von Raffaelas Geburtstag, vielen Gesellschafts- und Outdoorspielen, leckerem Essen und einer kleinen Bergtour verbracht. Wir hatten eine wundervolle Zeit und möchten uns auch an dieser Stelle sehr herzlich für den tollen Aufenthalt, die Gastfreundschaft und eure Zeit bedanken!

Weiter geht es morgen nach Wien und bald in die Wachau. Mit Freuden beobachten wir die Nachrichten, dass beispielsweise Dänemark die Grenze nun auch ohne Quarantäne überqueren lässt. Die Corona-Entwicklungen sind momentan sehr erfreulich und die Anzahl an Möglichkeiten, durch Europa zu düsen steigen! Wir sind schon gespannt von wo aus wir uns das nächste Mal melden…
Macht’s gut,
Andrea und Flaki

